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BEISPIEL "KRANKENHAUSSPIEGEL HANNOVER" |
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Spieglein, Spieglein an der Wand...
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Wo ist die beste Klinik in der Stadt? Eine Antwort soll der "Krankenhausspiegel Hannover" bringen und damit den mündigen Bürger in seiner Entscheidung zur passenden Klinik behilflich sein.
Objektive Auskünfte über die Behandlungsqualität in Hannovers Kliniken sollen geboten werden.
17 Kliniken haben sich unter dem Dach der unabhängigen Einrichtung bestehend aus der Techniker Krankenkasse und der Tageszeitung "Hannoversche Allgemeine" zusammen getan.
Als Qualitätssicherungsunternehmen stehen das AQUA-Institut und die Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft in Verantwortung. Aber was können diese, bzw. wer sind diese beiden überhaupt?
Die Frage bleibt also, wer prüft und was genau wird überhaupt geprüft? Zitat aus dem Informationsblatt des Krankenhausspiegel Hannover: "Die beteiligten Kliniken haben sich entschlossen, ihre Qualitätsergebnisse zu sechs häufigen Erkrankungen in einer für Patienten verständlichen Form zu veröffentlichen."
Sind diese Worte nicht beschämend? Ist der Patient nur noch "dumme Ware"?
Ach ja, diese sechs "häufigen Erkrankungen" sind: 1. Brustkrebsoperationen, 2. Gallenblasenoperationen, 3. Herzschrittmacherimplantationen, 4. Hüftgelenksersatz, 5. Kniegelenkersatz und 6. Geburtshilfe.
Sorry, aber was ist hiervon eine Erkrankung? Brustkrebs kann unterschiedlich behandelt werden und die Operation ist lediglich eine Form der möglichen Behandlungen. Eine Gallenblasenoperation kann verschiedene Ursachen und Grunderkrankungen haben. Einen Herzschrittmacher baut man u.a. auch bei verschiedenen Diagnosestellungen als eine Option ein. Ein Hüftgelenk oder ein neues Kniegelenk kann bei unterschiedlchen Krankheitsbildern eine mögliche Option darstellen und die Geburtshilfe als Erkrankung zu betiteln ist schon sehr sonderbar.
Wird bereits an dieser Stelle mit ziemlich fadenscheinigen Worten um die Gunst potentieller Patienten geworben, und das unter dem Mantel von Qualitätsmanagement, beschämt dies die wissenschaftliche Medizin. Es wird daneben nicht ein Wort darüber verloren, was denn genau vor Ort als Masstab der Qualität angelegt wird.
Stattdessen werden fiktive und nicht nachvollziehbare Zahlen von behördlichen Statistiken angeführt. Alles jedoch ohne real nachvollziehbare Fakten zu benennen.
Was soll also all dieses und wem nützt es real?
Mit Aussagen wie "So finden Sie das richtige Krankenhaus", nämlich durch Anführung von Schlagworten wie "Qualität - Offenheit - Vertrauen" wird der einzelne Bürger und Hilfesuchende als "völlig dumm" abgestempelt für ein billiges, mit vielen Geldern von Krankenversicherten finanziertes System, an dem sich Andere bereichern.
Vor Jahren bereits haben wir unser System einer unabhängigen und medizinischen Qualitätsprüfung von ärztlichen Behandlungen, vorgestellt und zur gemeinsamen Weiterentwicklung angeboten. Damals wurde nicht mal auf dieses Konzept reagiert.
Jahre später lud man daheraus entstandenes Personal als Key Note Speaker aus Asien nach Hannover ein ins Ärztehaus, aber der Entstehung und der Entwicklung würdigte man bis heute keinen Satz (während bei uns die verantwortlichen Personen aus Asien zum gleichen Zeitpunkt für einen gemeinsamen Kaffee hier auf dem Sofa saßen).
Für uns, als Mitentwickler einer einheitlichen und internationalen, medizinisch fachkompetenten Behandlungüberprüfung und Patientensicherheit weltweit, ist dieses aktuelle und gegenwärtige Agieren befremdlich.
Das gesetzliche Krankenversicherungen das Geld ihrer Versicherten oft in überteuerten Werbekampagnen stecken oder Basketballkappen zum Verschenken davon kaufen, ist ja schon fast Normalität geworden.
Welche reale Rolle die im Projekt involvierte Tageszeitung spielt, ist auch nicht wirklich nachvollziehbar.
Das Pharmakonzerne lediglich ihre Produkte verkaufen wollen, ist noch immer nachvollziehbar, aber das nun Regionen (denn das Projekt gibt es nicht nur in Hannover) inkompetent Kompetenz in der Medizin darstellen wollen, wirkt ein wenig erschreckend und befremdlich.
(05.04.2011 - tho)
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